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"Wie vital bin ich eigentlich?"

Erfahrungen mit dem "Vitalitätsmessplatz"
Ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Gleich soll ich am eigenen Leib erfahren, was ein "Vitalitätsmessplatz" ist. Der wird nämlich gerade bei der Rasselstein GmbH in Andernach von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eingesetzt. Ziel der Aktion ist es, Führungskräften individuelle Hinweise für eine gesunde Arbeits- und Lebensgestaltung zu geben und sie für das Thema "Alternde Belegschaften" zu sensibilisieren.

Werde ich die vielen Tests mit meinen fast 44 Jahren auch gut bestehen? Nicht nur mein körperlicher Zustand wird getestet und wie gut ich für mein Alter sehen und hören kann. Sondern auch meine soziale Kompetenz. Ich bin gespannt. Nach einer kurzen freundlichen Einführung von Frau Dr. Freude weiss ich: Die verschiedenenen Check-up - Untersuchungen und Tests bilden meine individuelle Vitalität und alterstypische Veränderungen ab. Am Ende werde ich wissen, wo meine Stärken sind und wo ich aufpassen muss. Und vor allem: Was ich tun kann, um lange fit und leistungsfähig zu bleiben.

"Bitte 20 Kniebeugen". Das geht ja gut los. Ich bin außer Atem und kann kaum noch einen ganzen Satz stammeln. Dann gleich zu den Geschicklichkeitstests: Schaffe ich es, das Labyrinth auf dem Touchscreen ohne Fehler und in Hochgeschwindigkeit zu durchfahren? Ich bemühe mich sehr. Ob das reicht?

Verschiedene Konzentrationsübungen schließen sich an. Eigentlich machen die sogar Spaß. Dass ich gut hören kann, weiß ich sowieso, seit dem mich das Schnarchen meiner Wohnungsnachbarin nächtlich weckt. Nach vielen Fragen zu meiner sozialen Situation und meinem Gesundheitszustand schlägt das Stündlein der Wahrheit. Nach kurzer Zeit haben die Damen der Bundesanstalt meine Daten anonym erfasst und mit einer bundesdeutschen Referenzgruppe verglichen.

Frau Dr. Freude macht mir Mut. Im Großen und Ganzen sieht es ganz gut bei mir aus. Um meine Handkraft ist es schlecht bestellt. Aber ansonsten habe ich eine gute Prognose für meine Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Die Wissenschaftlerin der Bundesanstalt erklärt: "Das Defizitmodell des Alterns ist längst widerlegt. Es stimmt nicht, dass man zwangläufig im Alter weniger leistungsfähig ist. Natürlich gibt es einen biologisch bedingten Abbau, aber man kann jede Menge dafür tun, lange fit und leistungsfähig zu bleiben." Nebendran liegt gleich die Liste mit allen Angeboten vom "gesunderhaltenden Betrieb". Ich gehe - ziemlich motiviert.

Weiter Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Projekt: "Alternde Belegschaft".

 

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